Kündigung – das sollten Sie beachten!

Inhalt und Form der Kündigung

Die Arbeitnehmerkündigung unterliegt keinen besonderen Inhalts- oder Formvorschriften. Der Wille des Arbeitnehmers, das Arbeitsverhältnis durch Kündigung beenden zu wollen, muss eindeutig erkennbar sein.

Kündigungsausspruch

Die Kündigung gilt als ausgesprochen, wenn sie dem Arbeitgeber zugegangen ist, also bei schriftlichen Kündigungen erst nach Übergabe bzw. Zustellung des Kündigungsschreibens.  Die Wirksamkeit der Kündigung ist nicht von der Zustimmung des Arbeitgebers abhängig.

Kündigungsfrist

Mit dem auf den Kündigungsausspruch folgenden Tag beginnt die Kündigungsfrist zu laufen. Die Kündigungsfrist ist die Zeit zwischen Kündigungsausspruch und Ende des Arbeitsverhältnisses.
Die Kündigungsfristen für Angestellte sind im Angestelltengesetz geregelt, jene für Arbeiter im jeweiligen Branchenkollektivvertrag oder im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch bzw. in der Gewerbeordnung.  

Wird mit dem Arbeitnehmer vertraglich eine längere Kündigungsfrist bei Arbeitnehmerkündigung vereinbart, darf die vom Arbeitgeber einzuhaltende Kündigungsfrist nicht kürzer sein. 

Für Arbeiter sind die Kündigungsfristen in der Regel in den Branchenkollektivverträgen enthalten. Die Fristen sind zwischen einem Tag und mehreren Wochen lang, in der Regel auch nach der Betriebszugehörigkeit gestaffelt. Meist entsprechen sie den für die Arbeitgeberkündigung geltenden Fristen. Ist kein Branchenkollektivvertrag anzuwenden, muss der Arbeiter grundsätzlich eine 14-tägige Kündigungsfrist einhalten. 

Kündigungstermin

Der Kündigungstermin ist der letzte Tag des Arbeitsverhältnisses, nicht der Tag des Kündigungsausspruches. Gesetzlicher Kündigungstermin bei Angestellten ist der letzte Tag eines Kalendermonats. Kündigungstermine bei Arbeitern sind in den jeweiligen Branchenkollektivverträgen, im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch bzw. in der Gewerbeordnung 1859 festgelegt.

Frist – oder terminwidrige Kündigung

Hält ein Arbeitnehmer bei seinem Kündigungsausspruch die vorgesehenen Fristen und Termine nicht ein, liegt ein unberechtigter vorzeitiger Austritt vor.

Ansprüche des Arbeitnehmers

Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Arbeitnehmerkündigung ist eine Endabrechnung zu erstellen. Diese umfasst jedenfalls

  • Lohn/Gehalt bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses
  • anteilige Sonderzahlungen laut Kollektivvertrag oder Arbeitsvertrag bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses
  • Urlaubsersatzleistung